In dieser Folge beleuchte ich das Gleichnis vom verlorenen Schaf in Lukas 15,1-7. Darin erklärt Jesus, direkt in Antwort an seine Kritiker, wie seine Zuhörer neunundneunzig Schafe auf der Weide zurücklassen würden, um das eine zu suchen, das sich von der Herde verirrt hatte, und sich freuen würden, als das verlorene Schaf gefunden wird. Jesus erzählt hier kein einfaches Hirtengleichnis über Gottes Gnade, sondern greift auf die kraftvolle Bildsprache der alttestamentlichen Propheten zurück, insbesondere aus Jeremia 23,1-2 und Hesekiel 34. Dort wird von den bösen Hirten Israels berichtet, die Gottes Volk in die Irre geführt hatten, und von der Verheißung Gottes, sein Volk vom Fluch des Bundes zu erlösen, indem er einen guten Hirten, den verheißenen Sohn Davids, sendet, um das ganze Haus Israel zu retten. Lukas glaubt, dass sich diese Verheißungen in Jesus, dem Sohn Davids, erfüllen, der das Reich Gottes herbeiführt. Ich erörtere auch die Notwendigkeit für Christen, böse politische Führer, moderne falsche Hirten, auf Distanz zu halten, und wie der moderne Nationalstaat namens „Israel“ nur aus Mitgliedern zweier der zwölf Stämme des biblischen Israels besteht, was bedeutet, dass er in keiner Weise eine Erfüllung der Verheißungen Gottes in den Propheten darstellt.
Weitere Informationen
Markus 10 und politische Annahmen: https://libertarianchristians.com/episode/ep-244-mark-10-wrecks-modern-economic-and-political-assumptions/
Die Regierung ist Gottes Diener: https://libertarianchristians.com/episode/ep-243-government-is-gods-servant-romans-13-isaiah-10-and-jeremiah-25/
Prophetie des Alten Testaments mit John Walton: https://libertarianchristians.com/episode/ep-109-understanding-old-testament-prophecy-with-john-walton/






