In dieser Folge sprechen Doug Stuart und Jacob Winograd mit James Lindsay darüber, ob der Westen – und damit auch Israel – der von Lindsay so genannten „Katharsisfalle“ entkommen kann. Ausgehend von seinem kürzlich erschienenen Essay „Zivilisation vs. Katharsis“ erklärt Lindsay, wie unsere Kultur Vernunft und moralische Verantwortung durch emotionale Entladung ersetzt hat – eine Weltanschauung, die Gerechtigkeit durch Empörung und Läuterung statt durch Wahrheit und Versöhnung sucht. Gemeinsam ergründen sie, wie diese in der kritischen Theorie und dem postmodernen Denken verwurzelte Denkweise alles prägt, von sozialen Bewegungen bis hin zu den globalen Narrativen um Israel, den Westen und die Bedeutung von Zivilisation selbst.
Doug und Jacob befragen James zu den Tabus in außenpolitischen Diskussionen, der Tendenz, jede Meinungsverschiedenheit als Freund-Feind-Konflikt darzustellen, und der Frage, ob die Verteidigung des Westens vor ideologischem Verfall Gefahr läuft, denselben Tribalismus widerzuspiegeln, den sie zu bekämpfen sucht. Das Gespräch kreist um die spirituellen und moralischen Grundlagen von Wahrheit, Freiheit und Zivilisation – und fragt, ob diese ohne Demut, Reue und den Mut, die eigene moralische Blindheit zu erkennen, überhaupt bestehen können.






