Anti-ICE-Demonstranten sollten von Martin Luther King Jr. und der Bürgerrechtsbewegung lernen.

Beim Beobachten der Anti-ICE-Proteste in Minneapolis und anderen Großstädten fällt auf, wie wütend und völlig ungezügelt die Demonstranten wirken. Viele beschimpfen ICE-Beamte mit Obszönitäten, pfeifen laut, bespucken sie und gehen sogar gewaltsam gegen ICE-Fahrzeuge und die Beamten selbst vor. Ungeachtet der Stichhaltigkeit ihrer Argumente wird solch ein rüpelhaftes Verhalten kaum Zuschauer dazu bewegen, sich mit ihrem Anliegen zu solidarisieren.

Dies steht im völligen Gegensatz zu fast allen Bürgerrechtsdemonstranten der 1950er und 1960er Jahre. Als unser Land noch von Rassismus und Rassentrennungsgesetzen durchdrungen war, wagten die Bürgerrechtsaktivisten das scheinbar Unmögliche: jahrhundertealte, verabscheuungswürdige Einstellungen und unterdrückende Gesetze zu kippen. Doch in kaum mehr als einem Jahrzehnt fielen sämtliche Jim-Crow-Gesetze und befreiten Amerika für eine neue Ära mit deutlich mehr Rassengleichheit und weniger Rassismus.

Es waren nicht nur die jüdisch-christlichen Themen der Liebe und Brüderlichkeit in der Bürgerrechtsbewegung, die die Amerikaner von einer Reform überzeugten, sondern auch das inspirierende Beispiel der Bürgerrechtsdemonstranten, die sich selbst angesichts der manchmal grausamen Gewalt gegen sie mit solcher Würde und bemerkenswerter Zurückhaltung verhielten.

Dies war kein Zufall, sondern die Folge des noblen Vorbilds von Reverend Martin Luther King Jr. und der strengen Ausbildung seiner Anhänger. In seinen Workshops wurden angehende Demonstranten angegriffen, um zu testen, ob sie Christi Beispiel der Gegenseitigkeit folgen konnten. Demonstranten mussten zudem gepflegt und ordentlich gekleidet sein und sich jederzeit mit größtem Anstand verhalten, insbesondere im Umgang mit feindseligen Fanatikern.

Jeder Teilnehmer des Marsches musste die gesetzlichen Autoritäten und die Rechte aller anderen respektieren und sich so christlich wie möglich verhalten. Reverend King erklärte: „Christus gab mir die Botschaft. Gandhi gab mir die Methode“, und bezog sich damit auf den hindu-nationalistischen Führer, dessen friedliche Protestmärsche und Boykotte Indien 1947 zur Unabhängigkeit vom Britischen Empire verhalfen.

Da viele Briten von Gandhis prinzipientreuen Bemühungen bewegt waren, trugen die gewaltlosen Bürgerrechtsdemonstranten hierzulande bald dazu bei, einen neuen amerikanischen Konsens darüber zu schaffen, dass die Rassentrennung moralisch verwerflich war. Selbst viele Befürworter der Rassentrennung erkannten an, wie außerordentlich diszipliniert sich Reverend King und die anderen Demonstranten verhielten, obwohl sie sich mitunter lebensbedrohlichen Gefahren aussetzten. Wie der Pastor aus Atlanta voraussagte: „Wir werden euch bald durch unsere Leidensfähigkeit zermürben. Mit dem Sieg werden wir nicht nur unsere Freiheit erlangen, sondern auch euer Herz und euer Gewissen so sehr berühren, dass auch ihr euch verändern werdet.“ Die meisten Befürworter der Rassentrennung war bereuen sie ihre früheren Wege.

Es ist kein Zufall, dass die Bürgerrechtsbewegung der 1950er und 60er Jahre fast vollständig von christlichen Geistlichen angeführt wurde: Reverend Martin Luther King Jr., Reverend Ralph David Abernathy, Reverend Andrew Young, Reverend Hosea Williams, Reverend Fred Shuttlesworth, Reverend James Bevel, Reverend James Lawson, Reverend Joseph Lowery, Reverend Jesse Jackson und viele andere Prediger des Evangeliums. Jeder von ihnen brachte ein tiefes religiöses Engagement mit, um eine Nation zu erlösen und dies nach biblischen Prinzipien zu tun. Wie Reverend King verstand: „Dunkelheit kann Dunkelheit nicht vertreiben: Nur Licht kann das. Hass kann Hass nicht vertreiben: Nur Liebe kann das.“

Doch allzu viele derjenigen, die gegen die Einwanderungsbehörde ICE protestieren, können nicht beweisen, dass sie von christlichen Tugenden wie Nächstenliebe, dem Gebot der Gegenseitigkeit oder Demut motiviert sind. Während Reverend King und seine Anhänger Inspiration, Organisation und Halt in der christlichen Kirche fanden, haben prominente ICE-Gegner stattdessen einen friedlichen christlichen Gottesdienst gestört.

Wenn die Demonstranten gegen die Einwanderungsbehörde ICE wirklich die öffentliche Meinung zum Thema Einwanderung ändern wollen, sollten sie sich an den erfolgreichen Strategien von Martin Luther King Jr. und Mahatma Gandhi orientieren. Doch die gewalttätige Hysterie so vieler ICE-Gegner lässt zweifeln, ob sie überhaupt einen friedlichen Dialog wollen. Sie offenbart, wie sehr sich unsere Kultur seit den 1960er Jahren von jüdisch-christlichen Werten entfernt hat.

Angesichts all der schmutzigen Enthüllungen, die seit seinem tragischen Martyrium ans Licht gekommen sind, war Reverend King gewiss kein Heiliger – und hat das auch nie behauptet. Wie wir alle war er ein Sünder. Doch selbst seine schärfsten Kritiker können nicht leugnen, dass sein öffentliches Auftreten stets von vollkommener Ruhe und Gelassenheit geprägt war. Er war stets bereit, sich respektvoll mit seinen erbittertsten Gegnern auseinanderzusetzen und für die Gleichberechtigung ins Gefängnis zu gehen oder gar sein Leben zu geben.

Unabhängig von unserer Position zur Einwanderung oder anderen Themen können wir alle viel von der bemerkenswerten Selbstbeherrschung und dem strikt gewaltlosen Vorgehen lernen, mit dem Reverend Martin Luther King Jr. und andere gläubige christliche Geistliche die Bürgerrechtsbewegung anführten. Sie sind ein Vorbild dafür, wie man sich nicht nur verantwortungsvoll, sondern auch erfolgreich politisch engagiert.

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