Kritiker des Libertarismus werfen ihm oft vor, er sei eine „egoistische Ideologie“ oder jede Erklärung des Eigeninteresses sei nur eine aufgewärmte Ausrede für egoistisches Verhalten. Obwohl es tatsächlich möglich ist, dass der libertäre Impuls den egoistischen, sorglosen Möchtegern-Einsiedler anzieht, sollte die Weltanschauung der meisten Libertären nicht auf „lasst uns in Ruhe“ reduziert werden.
Die Flagge von Gadsden zeigt stolz die Botschaft „Betreten Sie nicht me.” Auf den ersten Blick wird dies verständlicherweise als egoistisch interpretiert. Bei genauerem Nachdenken wird jedoch eine wichtigere Bedeutung vermittelt: „Tritt nicht auf Extras.” Tiefer noch, das Mantra gilt gleichermaßen für jedermannRichtig verstanden, verkündet das Bild jedermann, „Tritt nicht auf jemand"
Während Libertäre weit davon entfernt sind, einen Lebensstil nach dem Motto „Tu, was du willst“ zu befürworten, behaupten christliche Kritiker, dass diese Mentalität sowohl den Forderungen Jesu an seine Anhänger als auch den Erwartungen widerspricht, die Gott an die Gesellschaft stellt. Natürlich sieht die Bibel schwerwiegende Konsequenzen für diejenigen vor, die sich nicht um andere in Not kümmern (siehe Matthäus 25). Im Alten Testament zeigt Gott viel Bestürzung, ja sogar Zorn, wenn die Armen misshandelt oder ignoriert werden. Und Jesus verkündete die Befreiung derer, die von bösen Regimen unterdrückt, durch soziale Normen versklavt und von anderen entmenschlicht wurden. Es ist nicht so, dass Libertäre diesen Elementen nicht zustimmen und sie nicht verfolgen können. Wir glauben nur, dass „Treten“, egal in welcher Form, abgeschafft werden muss (daher der anarchistische Impuls, den Staat anzuprangern).
Um klarzustellen, was ein Libertärer ist ismüssen wir uns darüber im Klaren sein, was es ist kein Frontalunterricht.. Es ist kein Frontalunterricht. Absolution der Verantwortung gegenüber den Bedürftigen. Es ist kein Frontalunterricht. Lizenz zur Entschuldigung von Untätigkeit. Es is, im Wesentlichen, Es werden eine Fülle von „Du sollst nicht“-Geboten verkündet. Wie man sich entscheidet, zielgerichtet zu leben, ist eine andere Sache.
„Tritt niemanden auf den Boden“ ist eine wichtige Botschaft, aber es ist nur der Ausgangspunkt, eine Erinnerung an die Gesellschaft, dass Bastiats „Jeder plündert jeden aus“ keine gangbare Option für eine gerechte Gesellschaft ist. Während wir uns darüber im Klaren sein sollten, dass es bei Freiheit nicht nur darum geht, was wir nicht tun können, müssen wir uns auch darüber im Klaren sein, dass die Beendigung der Unterdrückung in jeder Form ein lohnender Anfang ist.
Dieser Artikel wurde ursprünglich im Jahr 2012 veröffentlicht.


