Es wird oft behauptet, dass Regierungen Polizei und Armeen in erster Linie zum Schutz der Bevölkerung haben. Und obwohl ein gewisses Motiv der Selbsterhaltung dabei eine Rolle spielen mag, fungiert die Regierung insgesamt als selbstloser Diener der Öffentlichkeit. Aus diesem Grund existiert sie.
So populär dieses Dogma auch ist, es bleibt zutiefst problematisch. Tatsächlich kann man es als zutiefst falsch erachten, wenn „das Volk“ beginnt, seine Rechte gegen die Polizei und die Armee zu verteidigen – und dann dafür verprügelt wird.
Der Besitzer eines aggressiven Pitbulls kann den ganzen Tag lang darüber reden, wie nett sein Hund ist – bis er gereizt wird und Sie beißt. Genauso kann man den ganzen Tag lang darüber reden, wie wohlwollend Regierungen sind – dass sie Straßen, Bibliotheken und Toiletten bereitstellen – bis die Kampfausrüstung ausgepackt wird und den Bürgern die Gesichter eingeschlagen werden.
Lassen Sie sich nicht täuschen: Es gibt viele Polizisten und Soldaten, die es gut meinen und die, sofern sie tatsächlich mit Aggression zu tun haben, nicht unter dieses allgemeine Problem fallen.
Und in gewisser Weise schützt der Staat seine Untertanen. Aber nur aus demselben Grund, aus dem ein Viehzüchter sein Vieh und ein Bauer seine Ernte schützt: Es muss geerntet werden. (Tote Steuerzahler sind nicht sehr nützlich!) In welchem Ausmaß Polizei und Armee die Bürger auch schützen, es ist Sekundär- dem primären Zweck der Selbsterhaltung.


