Randy England hat auf LewRockwell.com einen interessanten Artikel über Paulus‘ Haltung gegenüber weltlicher Autorität geschrieben. Hier ist ein kurzer Auszug:
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Christliche Staatsanhänger werden immer wieder den Brief des Heiligen Paulus an die Römer hervorholen, um zu zeigen, dass Ungehorsam gegenüber der Regierung keine Option ist:
Jeder Mensch soll sich der Obrigkeit unterordnen. Denn es gibt keine Obrigkeit außer von Gott, und die Obrigkeit ist von Gott eingesetzt. Wer sich also der Obrigkeit widersetzt, widersetzt sich der Anordnung Gottes, und die Widerständler werden das Gericht auf sich ziehen. Denn die Obrigkeit ist nicht wegen des guten Verhaltens zu fürchten, sondern wegen des schlechten. Möchtest du keine Angst vor dem haben, der die Obrigkeit hat? Dann tu das Gute, und du wirst sein Wohlgefallen erlangen, denn er ist Gottes Diener, der dir gut tut. Wenn du aber Unrecht tust, fürchte dich, denn er trägt das Schwert nicht umsonst. Röm. 13-1
Sie können jedoch gewisse Ausnahmen von der Regel „immer der Regierung gehorchen“ nicht ignorieren, denn der heilige Paulus setzt hier Gehorsam mit „das Gute tun“ gleich. Regierungen haben ihr Verhalten nie auf das Gute beschränkt. Wir finden die berühmte Pattsituation in der Apostelgeschichte, in der der heilige Petrus und die Apostel den Herrschern die Stirn bieten, indem sie sagen: „Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen.“ Apostelgeschichte 5:29. Zahlreiche andere zustimmende Schilderungen zivilen Ungehorsams finden sich sowohl im Alten als auch im Neuen Testament.
Also wir muss ungehorsam sein einige Gesetze, aber selbst die Regierung schafft es, ein paar Gesetze richtig zu machen – diejenigen, die darauf abzielen, Schaden für andere zu verhindern oder zu korrigieren – aber diese Verbote müssten in jeder Gesellschaft befolgtZwischen den Schutzgesetzen (die befolgt werden müssen) und den Gesetzen, die uns befehlen, Böses zu tun (die nicht befolgt werden müssen), haben wir immer noch diesen großen Morast an Gesetzen, die entweder 1) dazu bestimmt sind, uns auszurauben, oder 2) uns zu bestrafen, wenn wir uns nicht so verhalten, wie es der Herrscher verlangt.
Oft ist es ratsam, diese Gesetze aus Selbstschutz zu befolgen. Doch was die moralische Verpflichtung eines Christen zum Gehorsam betrifft, so lässt ein genauerer Blick auf den Römerbrief des Heiligen Paulus eine weitere Ebene der Analyse erkennen und wirft die Frage auf, welche Pflicht – wenn überhaupt – man den Autoritäten gegenüber hat:
Aus demselben Grund zahlt ihr auch Steuern; denn die Obrigkeit ist Gottes Dienerin und hat ebendiese Aufgabe. Zahlt allen, was sie verdienen: Steuern, wem die Steuern gebühren; Zoll, wem der Zoll gebührt; Respekt, wem Respekt gebührt; Ehre, wem Ehre gebührt. Röm. 13:6-7.


